Liebstöckel – ein vergessenes Kraut, das eine Renaissance verdient
Während Kräuter wie Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch in fast jedem Garten zu finden sind, wird Liebstöckel oft übersehen. Dabei handelt es sich um eine der vielseitigsten, robustesten und aromatischsten Kräuterpflanzen überhaupt. Wer einmal frischen Liebstöckel aus dem eigenen Garten verwendet hat, versteht schnell, warum dieses traditionsreiche Kraut über Jahrhunderte hinweg in vielen europäischen Küchen unverzichtbar war.
Liebstöckel (Levisticum officinale) beeindruckt nicht nur durch seinen intensiven Geschmack, sondern auch durch seine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit und seine zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten. Die mehrjährige Pflanze kann über viele Jahre hinweg geerntet werden und liefert vom Frühjahr bis in den Herbst hinein frische Blätter, aromatische Stängel und später sogar würzige Samen.
Für Gartenfreunde, die pflegeleichte Pflanzen mit hohem Nutzen suchen, gehört Liebstöckel zu den besten Kandidaten überhaupt.
Die Geschichte des Liebstöckels
Liebstöckel hat eine lange Tradition. Bereits die Römer schätzten sein intensives Aroma und nutzten ihn sowohl in der Küche als auch für verschiedene Hausmittel. Von dort aus verbreitete sich die Pflanze über Klostergärten in ganz Europa.
Im Mittelalter war Liebstöckel in vielen Bauerngärten selbstverständlich vorhanden. Erst mit dem Aufkommen moderner Gewürze und Fertigprodukte geriet das Kraut zunehmend in Vergessenheit.
Heute entdecken immer mehr Hobbygärtner die Vorzüge dieser alten Kulturpflanze wieder.
Wie sieht Liebstöckel aus?
Liebstöckel gehört zur Familie der Doldenblütler und kann unter günstigen Bedingungen beeindruckende Ausmaße erreichen.
Typische Merkmale
- Wuchshöhe von 1,5 bis 2 Metern
- kräftige, hohle Stängel
- große, glänzend grüne Blätter
- gelbliche Blütendolden im Sommer
- aromatische Samen im Herbst
- tiefreichendes Wurzelsystem
Durch seinen kräftigen Wuchs wird Liebstöckel schnell zu einem Blickfang im Kräuter- oder Gemüsegarten.
Warum Liebstöckel im Garten anbauen?
Die vollständige Kochanleitung finden Sie auf der nächsten Seite oder durch Klicken auf die Schaltfläche „Öffnen“ (>). Vergessen Sie nicht, den Beitrag mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen.