Ich habe eine Tüte Kartoffeln in der Speisekammer vergessen. Sie hatten bereits Keime gebildet. Ich habe die Triebe entfernt und sie trotzdem gebacken – muss ich mir wegen möglicher Giftstoffe Sorgen machen?

 

Nicht unbedingt.

Wenn die Kartoffel:

  • noch fest ist,
  • nur kleine Keime aufweist,
  • keine grünen Stellen besitzt,

kann sie in der Regel noch verwendet werden, nachdem die Keime großzügig entfernt wurden.

Anders sieht es aus, wenn die Kartoffel:

  • stark gekeimt ist,
  • weich oder schrumpelig geworden ist,
  • große grüne Bereiche aufweist,
  • bitter schmeckt.

Dann sollte sie entsorgt werden.

4. Wie viel Keimbildung ist zu viel?

Einige wenige kleine Triebe sind normalerweise kein Problem.

Warnzeichen sind:

  • zahlreiche lange Keime,
  • großflächige Grünfärbungen,
  • weiche oder schwammige Stellen,
  • ein unangenehmer Geruch.

Wenn die Kartoffel mehr Keime als feste Substanz zu haben scheint, ist sie nicht mehr zum Verzehr geeignet.

5. Macht das Entfernen der Keime die Kartoffel wieder sicher?

Das Entfernen der Keime reduziert das Risiko erheblich, da sich dort besonders viele Glykoalkaloide befinden. Allerdings können sich diese Stoffe bereits teilweise im Kartoffelfleisch angesammelt haben.

Deshalb sollten zusätzlich alle grünen oder beschädigten Stellen großzügig entfernt werden.

6. Grüne Stellen und weiche Bereiche: Wann sollte man die Kartoffel wegwerfen?

Grüne Verfärbungen entstehen durch Chlorophyll. Das Chlorophyll selbst ist harmlos, weist jedoch häufig auf erhöhte Solaninwerte hin.

Kleine grüne Bereiche können großzügig herausgeschnitten werden. Ist die Kartoffel jedoch großflächig grün oder schmeckt bitter, sollte sie entsorgt werden.

7. Zerstört Backen oder Kochen das Solanin?

 

 

 

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