Der geheime Gartenschatz: Wie Sie Grasschnitt als kostenlosen Dünger und Mulch nutzen
Jedes Mal, wenn Sie Ihren Rasen mähen, produzieren Sie einen der wertvollsten Rohstoffe für Ihren gesamten Garten. Viele Gartenbesitzer machen jedoch den Fehler, den frischen Rasenschnitt mühsam in Säcke zu packen, in der Biotonne zu entsorgen oder ihn sogar zu verbrennen. Auf diese Weise werfen Sie wertvolle, absolut kostenlose Nährstoffe weg. Frischer Grasschnitt ist von Natur aus vollgepackt mit Stickstoff, Kalium und anderen lebenswichtigen Elementen, die Ihre Pflanzen für ein gesundes Wachstum dringend benötigen. Wenn Sie lernen, dieses alltägliche Gartenmaterial clever im eigenen Garten einzusetzen, können Sie komplett auf teuren synthetischen Mineraldünger verzichten. Sie bauen gesündere Böden auf, steigern Ihre Gemüseernte und bringen Ihre Blumenbeete zum Erblühen.
Flüssigdünger selber machen: Die kraftvolle Rasenjauche
Die Umwandlung von frischem Gras in einen flüssigen Pflanzendünger gibt Ihren Kulturen einen massiven Wachstumsschub durch reinen, leicht aufnehmbaren Stickstoff. Dieser selbstgemachte Flüssigdünger ist unglaublich einfach herzustellen und kostet Sie keinen einzigen Cent. Sammeln Sie direkt nach dem Rasenmähen eine großzügige Menge des grünen Grasschnitts und füllen Sie einen großen Eimer bis oben hin damit auf. Gießen Sie das Material anschließend mit Wasser auf, bis das Gras vollständig bedeckt ist – weiches Regenwasser eignet sich hierfür deutlich besser als chloriertes Leitungswasser. Lassen Sie den Eimer für etwa zehn Tage in der prallen Sonne stehen und rühren Sie die Mischung alle paar Tage kräftig durch, um den Zersetzungsprozess zu beschleunigen. Sie erkennen die fertige Jauche daran, dass sich die Flüssigkeit dunkel verfärbt, kaum noch schäumt und einen sehr intensiven, strengen Geruch verströmt. Da dieser Naturdünger extrem stark ist, müssen Sie ihn vor der Anwendung im Verhältnis 1:10 mit klarem Wasser verdünnen. Wichtiger Sicherheitshinweis: Nutzen Sie niemals Rasenschnitt für die Herstellung von Gemüsedünger, wenn der Rasen kurz zuvor mit chemischen Unkrautvernichtern behandelt wurde.
Richtig Mulchen mit Rasenschnitt: Schutz für Ihre Beete
Das Mulchen mit Gras ist eine hocheffektive Methode, um Ihre Nutzpflanzen zu schützen und die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren. Es erspart Ihnen stundenlanges, rückenschonendes Unkrautjäten und hält den Boden wunderbar feucht und locker. Verteilen Sie den frisch gemähten, grünen Grasschnitt in einer dünnen Schicht direkt um oberirdisch wachsende Kulturen wie Zwiebeln oder Lauch. Das Material zersetzt sich schnell, füttert die Bodenlebewesen mit Stickstoff und verhindert das schnelle Austrocknen der Erde. Für Wurzelgemüse wie Kartoffeln oder Karotten ist hingegen angetrocknetes Gras oder Heu die deutlich bessere Wahl, da es eine luftige Schutzschicht bildet, den Boden kühl hält und ein Verkrusten der Oberfläche verhindert. Achten Sie beim Mulchen im Gemüsebeet aber unbedingt darauf, dass der verwendete Rasenschnitt keine reifen Unkrautsamen enthält, damit die Mulchschicht das Unkraut effektiv unterdrückt, anstatt es unfreiwillig im Beet auszusäen.
Hochwertigen Kompost anlegen: Das perfekte Mischungsverhältnis
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz