Die Bezeichnung „6×9“ bezieht sich auf die Größe des Negativs.
Jede Aufnahme hatte ungefähr die Maße von sechs Zentimetern mal neun Zentimetern. Im Vergleich zum späteren 35-mm-Kleinbildfilm bot dieses Format deutlich größere Negative.
Größere Negative bedeuteten:
- Höhere Bildqualität
- Mehr Details
- Bessere Vergrößerungen
- Schärfere Abzüge
Für Hobbyfotografen war dies ein großer Vorteil. Selbst mit einfachen Objektiven konnten ansprechende Fotos entstehen, die sich gut entwickeln und vergrößern ließen.
Viele Familienalben aus der Mitte des 20. Jahrhunderts enthalten noch heute Fotos, die mit solchen 6×9-Kameras aufgenommen wurden.
Der verwendete Film
Die meisten Kameras dieser Bauart nutzten den sogenannten 120er-Rollfilm.
Dieser Film wurde bereits im Jahr 1901 eingeführt und wird sogar heute noch von einigen professionellen Fotografen verwendet.
Ein typischer 120er-Film bot:
- Mehrere Aufnahmen pro Filmrolle
- Große Negativflächen
- Gute Bildqualität
- Einfache Handhabung
Je nach Kameramodell konnten unterschiedlich viele Fotos aufgenommen werden. Bei einem 6×9-Format waren meist acht Aufnahmen pro Filmrolle möglich.
Im Gegensatz zur heutigen digitalen Fotografie musste jedes Bild sorgfältig überlegt werden. Da nur wenige Aufnahmen zur Verfügung standen, drückte niemand leichtfertig auf den Auslöser.
Die Geschichte der Marke Weka
Über die Marke Weka existieren heute deutlich weniger Informationen als über große Hersteller wie Kodak, Agfa oder Zeiss.
Dennoch finden sich in Sammlerkreisen immer wieder Kameras mit dieser Bezeichnung. Viele dieser Modelle wurden in Frankreich hergestellt und richteten sich an Hobbyfotografen.
Die Gravur „Made in France“ auf dem Objektiv bestätigt die französische Herkunft der Kamera.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Frankreich zu einem wichtigen Produktionsstandort für erschwingliche Amateurkameras. Viele Hersteller produzierten einfache und robuste Modelle für Familien, Reisende und Hobbyfotografen.
Weka gehörte vermutlich zu diesen kleineren Herstellern, die preiswerte Kameras für den Massenmarkt anboten.
Fotografieren in einer anderen Zeit
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